Am Beispiel des Hausmeerschweinchens zeigt diese Arbeit die fundamentale Bedeutung der sozialen Umwelt für das Verhalten und Wohlergehen von Säugetieren. Es wird dargestellt, wie unterschiedliche Populationsdichten, soziale Positionen und Erfahrungen während der Ontogenese die ethologischen und stressphysiologischen Reaktionen der Individuen massgeblich beeinflussen. Aus den Ergebnissen werden Folgerungen für eine artgemässe Haltung von Hausmeerschweinchen gezogen und grundlegende Aspekte einer allgemeinen Theorie des Wohlergehens diskutiert.