Die Zukunft unserer Welt - und die Zukunft der Demokratie: Wie kann das gelingen?
Mit liberalen Strategien, die die Entfaltungsfreiheit des Individuums ins Zentrum stellen, scheint nachhaltige Politik kaum umsetzbar zu sein. Aus Sicht mancher Kritiker:innen droht daher ein ökologischer Bevormundungsstaat. Doch nicht jede Politik, die nicht liberal ist, muss deshalb schon illiberal sein. Zur Absenkung von Emissionen, aber verstärkt auch zur Klimaanpassung und zum Resilienzaufbau werden republikanische Vorstellungen von Demokratie wichtiger werden. Eine nachhaltige Demokratie ist möglich.
Die Zukunft unserer Welt - und die Zukunft der Demokratie: Wie kann das gelingen?
Das liberale Projekt einer offenen Gesellschaft wird nicht nur massiv von außen angefeindet, es steckt auch in einer selbstverschuldeten Krise. Wenn die Entfaltungsfreiheit des Individuums zum alleinigen Maßstab erhoben wird, erodiert der Zusammenhalt, und die Handlungsfähigkeit demokratischer Staaten wird gefährdet. Das Modell der 'illiberalen Demokratie' gibt auf diese Krise eine falsche, undemokratische und autoritäre Antwort.
Doch nicht jede Politik, die nicht liberal ist, muss deshalb schon illiberal sein. Republikanische Demokratievorstellungen und Verfahren sind für Krisenzeiten besonders geeignet. Der Republikanismus der Nachhaltigkeit zeigt, dass eine resiliente und handlungsfähige Demokratie möglich ist.