Seit die beiden Jungs denken können, hat ihre Mutter das Haus in Marokko nicht mehr verlassen. Als Hüterin der Traditionen trimmt sie sie auf anständige Manieren und führt leidenschaftliche Gefechte gegen Bügeleisen, Telefon und anderen modernen Schnickschnack. Bis zu einem Nachmittag im Juli, als ihre Söhne ihr einen sprechenden Kasten ins Zimmer stellen: Blaupunkt steht drauf, und die Stimme darin erzählt ihr von Musik, Theater und Politik. Tag für Tag zaubert das Radio ihre Welt ein Stückchen weiter, und mit der ihr eigenen archaischen Wahrhaftigkeit beginnt sie, sich ein neues Leben zu erobern.
Der Weg dieser marokkanischen Mutter führt aus einer vorindustriellen Welt mitten hinein in die Turbulenzen eines neuen Jahrhunderts - eine zärtliche, augenzwinkernde Hommage an die Freiheit.