In den Wirren der Französischen Revolution entschlossen sich zehntausende
Menschen zur Flucht in das grenznahe Ausland. Wer waren diese Flüchtlinge, die seit
1789 von den Revolutionären unter der Bezeichnung émigrés geächtet wurden? Wie
gelang es ihnen, die Grenze zu überqueren und im Exil zu überleben? Welche Mittel
setzten Frankreich und seine Nachbarstaaten ein, um diese Mobilität zu
kontrollieren? Jort Blazejewski untersucht Motive, Verläufe und Erscheinungsformen
dieser Gewaltmigration anhand zahlreicher Quellen. Die Studie eröffnet neue
Perspektiven auf eine der größten Fluchtbewegungen der Vormoderne und deckt
unbekannte Krisenerscheinungen des europäischen Revolutionszeitalters auf.