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Die Bedeutung dieses herausragenden Apologeten und produktiven Autors des frühen Christentums wird heute oft verkannt.
Tertullian lebte und lehrte in Karthago, im Westen des römischen Reiches. Er war einer der begabtesten Apologeten der frühen Kirche, und weil er auf Latein schrieb - und noch dazu nicht gerade wenig (heute sind uns von ihm noch über 35 Bücher erhalten) -, war er der einflussreichste Gestalter des frühen westlichen Christentums. Er war ein scharfsinniger Beobachter und Analytiker der Traditionen und Fehlentwicklungen seiner Zeit und zog dagegen gekonnt mit dem Wort Gottes als Waffenrüstung in den Kampf. Er ist berühmt für seine strenge Sitten- und Morallehre, seine theologischen Abhandlungen über wesentliche christliche Lehren, und seine zahlreichen Schriften gegen diverse Irrlehrer.
Obwohl Tertullian seine Werke auf Latein schrieb, las und kannte er den Originaltext der Heiligen Schrift auf Griechisch, das er exzellent beherrschte. Eine offizielle lateinische Bibel gab es noch nicht zu seiner Zeit - die Vulgata wurde erst 100 Jahre nach Tertullians Tod erstellt. Aber es gab schon einige regionale, altlateinische Übersetzungen, die er zitieren konnte. Tertullian war ein ausgezeichneter Rhetoriker und hochgebildeter Schriftgelehrter. In vielen Fällen wirkte er selbst als Übersetzer und arbeitete mit eigenen lateinischen Übersetzungen der Schrift. So auch in diesem Werk.
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