Blühende Orangenbäume, der Duft von Jasmin - das farbenprächtige Gemälde Siziliens im 18. Jahrhundert und die Geschichte einer Emanzipation.
Die gehörlose Herzogin Marianna Ucrìa wird mit dreizehn Jahren an ihren über dreißig Jahre älteren Onkel verheiratet. Ihr Vater bringt ihr Lesen und Schreiben bei, so kann sie mit ihrer Umgebung kommunizieren. Die Literatur ist für sie eine Rückzugsmöglichkeit aus der emotionalen Leere ihrer Ehe und das Mittel zur intellektuellen Emanzipation. Dank der Bücher und ihrer geschärften Sensibilität nimmt sie die Umwelt aufmerksamer wahr und kann die Freuden und Ängste ihrer Mitmenschen fast körperlich spüren. Erst als Witwe erfährt sie den schockierenden Grund ihrer Taubstummheit und erlebt die wahre Liebe über Standesgrenzen hinweg.