»Ich bin dankbar, dass es solche Romane gibt; sie sind das literarische Gegenstück zu einem jähen Eintauchen in eisige Gewässer. Sie erschüttern, sie bringen Klarheit.«The New York Times
"Eine zutiefst gnadenlos klarsichtige und widerständige Erzählung über patriarchale Machtverhältnisse, die an Aktualität nichts verloren hat." Martina Hefter
Wir töten Stella
- ein Geständnis, niedergeschrieben in der Einsamkeit eines Wochenendes: Anna ist allein, ihr Mann Richard und die Kinder sind bei seiner Mutter. Endlich ist wieder Ruhe eingekehrt. Doch Stella ist tot. Das Mädchen vom Land, das ein Schuljahr bei ihnen leben sollte und vor ihren Augen von einer Jugendlichen zu einer jungen Frau wurde. Einer Frau, die ihr Mann bemerkte, der ein notorischer Fremdgänger ist. Anna wusste es immer, und schwieg. Sie sah tatenlos zu, wie Stella ins Unglück stürzte.
Haushofer beschwört auf lebendige Weise Annas Scham, Furcht, Gefühllosigkeit, Reue und Zorn und offenbart die Tiefen beklemmenden Unglücks in ihrem Zuhause. Eine Erzählung, die eine Wiederentdeckung verdient - als verstörendes Zeugnis einer Frau, die sich gegen die Moral und für eine heile Oberfläche entscheidet.
»Marlen Haushofers stärkste und eindrücklichste Erzählung.«
KRISTINE BILKAU
»EINE ZUTIEFST GNADENLOS KLARSICHTIGE UND WIDERSTÄNDIGE ERZÄHLUNG ÜBER PATRIARCHALE MACHTVERHÄLTNISSE, DIE AN AKTUALITÄT NICHTS VERLOREN HAT.«
MARTINA HEFTER
Aus ängstlicher Bequemlichkeit und dem vergeblichen Wunsch, dem Sohn eine perfekte Familie vorzugaukeln, nimmt eine Ehefrau die Affären ihres Mannes leidend hin. Sie schreitet auch nicht ein, als Richard die neunzehnjährige Stella verführt. Diese nimmt sich schließlich aus Verzweiflung das Leben, und nun fühlt Anna sich mitschuldig.
Wir töten Stella
ist die Selbstanklage einer Frau, die sich zur Komplizin ihres Mannes gemacht hat.
Marlen Haushofers Meisterstück erstmals in einer Einzelausgabe mit einem Nachwort von Julia Schoch.