Dieser schöne Band widmet sich der künstlerischen Verbindung zwischen Pablo Picasso und Francis Bacon.
In einer spannungsvollen Gegenüberstellung werden die gemeinsamen Themen dieser beiden Größen der gegenständlichen Malerei des 20. Jahrhunderts untersucht: von den Kreuzigungsdarstellungen, dem Schrei, der Aneignung Alter Meister über ihr Menschenbild, ihre Akte und die "Tränen des Eros" (Georges Bataille) bis hin zum Stierkampf und dem Historienbild. In der Verzerrung des menschlichen Körpers reflektieren beide die großen Themen des Menschen sowie ganz persönliche Seelenzustände und zeigen, "was es wirklich bedeutet, ein Mensch zu sein" (Bacon über Picassos Kunst).
Bacon fasste Ende der 1920er Jahre unter dem Eindruck Picassos den Entschluss, Maler zu werden und strebte ein Leben lang danach, für die zweite Jahrhunderthälfte das zu werden, was Picasso für die erste war: ein Spiegel und Chronist der Verwerfungen der modernen Seele, der Katastrophen des Krieges und des Leids.
Konzipiert wurde die Schau von dem britischen Bacon-Biografen Michael Peppiatt in Zusammenarbeit mit der Albertina, Wien.
- Begleitbuch zur Ausstellung: ALBERTINA, Wien: 18. September 2026 - 31. Januar 2027