Dieser Erzählband bringt zehn neue Geschichten des Winterthurer Autors Raffael Rihs. Einfühlsam beschreibt er gestrandete menschliche Beziehungen oder zufällige Begegnungen, die in der Schwebe bleiben. Wie schon in seinem Romandebut Die Flügel der Anderen schaut auch in manchen dieser neuen Texte ein Stubenhocker, der Veränderungen scheut, dem Leben anderer zu und lässt sich nur zögernd mit hineinziehen. Auch wenn da und dort Freundschaften sich anbahnen, eine Liebe möglich scheint, driften die Figuren bald wieder voneinander weg.
In diesen psychologisch subtilen Geschichten berichtet jeweils ein Ich-Erzähler. Einige von ihnen machen überraschende Bekanntschaften: in der eigenen Wohnung, im Bahnhofbuffet, im Nachtzug nach Wien, in einer Brasserie in Paris, in einer alten Scheune. - Einmal erleben Rihs-Leser*innen eine Wiederbegegnung mit bekannten Figuren.