Sie alle hat Julia Onken überlebt - und doch sind die Gespräche mit ihnen nicht zu Ende.
Eine Malerin in einem burgundischen Schloss. Eine zurückhaltende Journalistin, deren Bescheidenheit ihre Bedeutung verbarg. Drei Freundinnen, mit denen sie durch beinahe ein halbes Jahrhundert gegangen ist. Der verlegerische Schwiegervater, der ihr früh die Welt der Bücher öffnete.
In ihren literarischen Briefen 'in den Himmel' holt Julia Onken nach, was zu Lebzeiten ungesagt blieb. Sie versöhnt sich, würdigt, widerspricht, dankt - und entdeckt dabei, dass das späte Verstehen eine Form von Heilung sein kann. Für sich selbst und vielleicht auch für die, die nicht mehr da sind. Ein Buch über Freundschaft und ihre Schatten, über das, was bleibt, und über die Befreiung, die im Sprechen mit den Verstorbenen liegt.