Darf man historische Tabuwörter noch aussprechen, um ihre Geschichte zu verstehen - oder verletzt bereits ihre Nennung?
Eckehard Korthals widmet sich in diesem essayistischen Buch einer kontroversen Sprachdebatte zwischen Erinnerungskultur, Meinungsfreiheit und gesellschaftlichem Wandel. Anhand historischer Quellen, literarischer Beispiele, Liedtexte, biografischer Erfahrungen und aktueller Beobachtungen zeichnet er nach, wie bestimmte Begriffe entstanden, verwendet, geächtet und neu bewertet wurden.
Dabei geht es nicht um Provokation, sondern um die Frage, wie Sprache wirkt, wie sich Moralvorstellungen verändern und wie eine offene Gesellschaft mit belasteten Begriffen umgehen kann.
Ein engagierter, kenntnisreicher und diskussionsanregender Beitrag über Wörter, Geschichte und die Grenzen des Sagbaren.